Mit Taco Loco, welches von TREO Game Designers entwickelt wurde, schauen wir uns heute eine der 2025er-Neuheiten des Helevtiq-Verlages aus Basel an, die wir auf der Spielwarenmesse in Nürnberg entdeckt haben. Das Kartenspiel hat, wie kaum anders zu erwarten, eine mehr als kompakte, rechteckige Box als Verpackung, deren Covergestaltung aus der Feder von Crocotame auch gleich Südamerika-Feeling verströmt. Öffnen wir sie, so finden wir in der Box 70 Spielkarten und die Regelfaltblätter in deutscher, englischer und niederländischer Sprache vor, womit dann auch schon das gesamte Spielmaterial aufgezählt wäre.
Tacos sind schon wirklich lecker und die Versuchung ist groß, so viel wie möglich an Zutaten in einen hineinzupacken. Doch Vorsicht! Sei nicht zu gierig, denn allzu schnell wird aus dem perfekten Taco einer, an dem Du Dich überfrisst.
Eine Partie Taco Loco ist schnell vorbereitet. Es müssen nämlich lediglich die Karten gut durchgemischt und an jeden Spieler drei verteilt werden. Die übrigen bilden den verdeckten Nachziehstapel in der Tischmitte, von dem jetzt noch die oberste Karte aufgedeckt wird. Ist dann auch noch ein Startspieler bestimmt, kann es auch schon losgehen. In seinem Zug muss der aktive Spieler eine seiner Handkarten auf den Taco-Stapel abwerfen, bzw. wenn er eine Karte mit der gleichen Zahl wie die zuletzt gespielte ausspielt, einen neuen Taco-Stapel beginnen. Hat der Spieler seine Karte ausgespielt, sagt er laut den Wert des Tacos an, der sich aus den Werten der Einzelkarten ergibt. Ist Dieser kleiner als 11, passiert nichts. Ist er genau 11, handelt es sich um einen perfekten Taco und der Spieler gibt die Karten des Taco-Stapels an einen seiner Mitspieler. Ist der Wert größer als 11, muss der Spieler den Kartenstapel dagegen selbst nehmen. Zudem gibt es auch noch Spezialkarten, die die Spieler ausspielen können. So kann mit der Karte legendärer Taco der Wert eines Kartenstapels sofort auf 11 angehoben werden. Diese Karte kann dann der Spieler, der den Stapel erhalten soll, mit der Karte einsamer Taco kontern, so dass der Spieler, der den legendären Taco gespielt hat, den Stapel selbst nehmen muss. Am Ende seines Zuges zieht der aktive Spieler dann wieder auf drei Handkarten auf. Die Partie endet, wenn der Nachziehstapel aufgebraucht ist und alle Spieler alle ihre Handkarten ausgespielt haben. Es gewinnt, wer die wenigsten Karten vor sich liegen hat.
Taco Loco ist mal wieder eines dieser sympathischen, kleinen Kartenspiele, für die Helvetiq ja mittlerweile auch bekannt ist. Die Regeln sind einfach und schnell erlernt, so dass man ebenso schnell im Spiel selbst drin ist. Dieses verläuft im Regelfall dann sehr flott, wobei der Glückfaktor hier natürlich extrem überwiegt, weil man nie weiß, was man selbst auf die Hand bekommt und was die Mitspieler so ausspielen werden. Von daher bleibt es hier auch wirklich bis zum Schluss spannend, wer gewinnt. Wir hatten mit diesem Titel jedenfalls definitiv sehr viel Spaß, wozu nicht unwesentlich auch die witzigen Kartengrafiken beigetragen haben.
Titel: Taco Loco
Autor: TREO Game Designers
Hersteller: Helvetiq