Crystalla

Zu den Frühjahrsneuheiten des Jahrgangs 2025, welche Schmidt Spiele auf der Spielwarenmesse in Nürnberg vorgestellt hatte, zählt auch das Familienspiel Crystalla, das uns in die Welt der Kristalle entführt. Der Titel, der von dem Autorentrio Yoel Sayada, Renaud Libralesso und Pierrick Libralesso entwickelt wurde, kommt dabei in einer quadratischen Standardbox daher, in deren Innerem ein Pappeinleger für Ordnung beim Spielmaterial sorgt. Dieses wiederum besteht aus 90 Karten, 12 Steinen, 36 Plättchen, vier Übersichten, einem Block, vier Tableaus und dem mehrsprachigen Regelheft.

Kristalle üben schon seit jeher auf die Menschen eine besondere Anziehungskraft aus. Wird es Dir gelingen, Deine Kristalle zu einem glitzernden Gesamtkunstwerk zusammenzulegen, das die Deiner Konkurrenten überstrahlt?

Zur Spielvorbereitung erhält jeder Spieler zunächst das Starttableau und die Spielsteine in der Farbe seiner Wahl, sowie eine Wertungsübersicht. Dann werden die Karten gut durchgemischt und an jeden Spieler drei Karten verteilt, die er nach Belieben an sein Starttableau anlegt. Mit den übrigen Karten wird ein 3×3-Raster aus etwa gleich hohen Stapeln gebildet, deren oberste Karten aufgedeckt werden. Anschließend wählen die Spieler jeweils eine Ecke des Rasters aus und legen alle ihre Steine auf diese Karte. Zuletzt werden noch die Kristallstücke nach Größe getrennt gemischt und als zwei verdeckte Stapel in die Tischmitte gelegt, von denen jeweils zwei Kristallstücke aufgedeckt werden. Ist auch noch ein Startspieler bestimmt, kann es losgehen. In seinem Zug nimmt der aktive Spieler alle Spielsteine, die auf einer Karte liegen, wobei mindestens einer sein eigener sein muss und legt auf einen benachbarten Stapel einen der Steine ab. Dies erfolgt so lange, bis der Spieler alle Steine abgelegt hat. Die Karte, auf die er den letzten Stein legt, erhält er. Sollte es sich ergeben, dass in seinem Zug zwei Steine gleicher Farbe auf einer Karte zum Liegen kommen, so gibt der aktive Spieler dem Besitzer der Steine eines der offen ausliegenden Kristallstücke. Dieses muss der betreffende Spieler dann so auf eine seiner Karten auslegen, dass die Form stimmt, das Kristallstück aber eine andere Farbe hat als das Stück auf der Karte, das er überdeckt. Der aktive Spieler hingegen nimmt seine Karte und legt sie an sein Starttableau an. Dies erfolgt reihum so lange, bis alle Spieler ein 3×4-Raster vor sich liegen haben. Anschließend erfolgt eine Auswertung. Wer hier die meisten Punkte hat, gewinnt.

Als Familienspiel hat Crystalla natürlich sehr einfache und auch leicht verständliche Grundregeln. Aber man darf sich hier nicht täuschen lassen, denn es ist bisweilen schon eine ziemliche Knobelei, die richtige Karte auszuwählen und diese am Ende auch zu bekommen, kann nicht minder schwierig werden. Denn gefühlt liegen die eigenen Steine ja nie dort, wo man sie bräuchte, um die Wunschkarte auch zu erreichen. Die Kristallstücke sollte man natürlich auch nie aus den Augen verlieren. Einerseits können sie einem selbst manchmal mehr als nützlich sein, um eine gewinnbringende Kirstallkombo in der eigenen Auslage zu schaffen. Genauso kann man sie aber auch nutzen, um Mitspielern das Leben schwerzumachen. Wir hatten mit diesem sehr kurzweiligen Titel jedenfalls definitiv unseren Spaß.

Titel: Crystalla
Autoren: Yoel Sayada, Renaud Libralesso, Pierrick Libralesso
Hersteller: Schmidt