Schatz des Phönix

Unter den Neuheiten, welche Amigo auf der Spielwarenmesse 2025 in Nürnberg vorgestellt hatte, fand sich in Form von Schatz des Phönix auch ein Titel des bekannten Autors Reiner Knizia. Da man bei Spielen von ihm ja eigentlich nie etwas falsch machen kann, haben wir uns ein Exemplar besorgt, welches wir in unserem heutigen Blogbeitrag einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen wollen. Die Verpackung von Schatz des Phönix bildet dabei eine kompakte Rechteckbox mit zur Thematik mehr als passender Covergestaltung von Marco Armbruster. Nehmen wir den Deckel ab, so sorgt im Innern der Box ein massiver Pappeinleger für Ordnung beim Spielamaterial, welches wiederum aus 75 Karten, 40 Chips, drei Nestern und dem Regelfaltblatt besteht.

Der rote Phönix soll unvorstellbare Schätze in seinen Nestern horten. Da er gerade ausgeflogen ist, habt ihr nun die Chance, zu seinen Nestern hinaufzuklettern und euch die besten Schätze zu sichern.

Zur Spielvorbereitung werden die drei Nester in die Tischmitte gelegt und so ausgerichtet, dass die Gildensymbole aller Nester immer in die gleiche Richtung zeigen. Dann wählt sich jeder Spieler eine Gilden-Karte aus. Anschließend werden die kleinen Schatzchips verdeckt gut durchgemischt und in jedes Nest zwei offen hineingelegt. In das große Nest kommt zudem noch ein großer Schatzchip. Nun werden die Ausrüstungskarten verdeckt gemischt und an jeden Spieler fünf Karten verteilt. Die übrigen bilden den verdeckten Nachziehstapel, wobei dessen oberste Karte aufgedeckt danebengelegt wird. Ist ein Startspieler bestimmt, kann es losgehen. In seinem Zug legt der aktive Spieler eine seiner Handkarten an eines der Nester an sein gewähltes Gildensymbol an und zieht dann wieder auf fünf Handkarten auf, wobei er die offene Karte oder eine verdeckte Karte vom Stapel ziehen darf. Dies erfolgt reihum so lange, bis jeder Spieler an jedes Nest zwei Karten angelegt hat. Dann erfolgt eine Auswertung. Hat ein Spieler zwei Karten gleicher Farbe und gleichen Wertes an ein Nest angelegt, hat diese Kombo den zweistelligen Wert der jeweiligen Zahl. Hat ein Spieler zwei Karten gleicher Farbe oder gleichen Zahlenwertes angelegt, werden die Zahlenwerte addiert, bzw. bei einer Zahlen- und einer gleichfarbigen Multiplikatorkarte multipliziert. Bei zwei Karten unterschiedlicher Farben und Werte zählt nur der höchste Wert. Wer so den höchsten Wert mit seinen Karten bildet, darf sich als Erster einen Schatz in dem betreffenden Nest wählen, die übrigen Spieler folgen in der Reihenfolge ihrer Kartenwerte. Wer zudem den großen Chip aus dem großen Nest gewinnt, wird in der nächsten Runde der neue Startspieler. Eine Partie läuft über drei Runden. Am Ende addieren die Spieler die Werte ihrer gewonnenen Chips. Wer hier die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel.

Schatz des Phönix ist ein Spiel für die ganze Familie. Von daher sind die Grundregeln an sich wirklich einfach und leicht verständlich. Simpel ist dieser Titel aber beileibe nicht und der Glückfaktor ist hier wirklich extrem hoch. Man weiß nämlich nie, was man auf die Hand bekommt, was es natürlich vor allem beim Legen der ersten Karten extrem schwierig macht, zu entscheiden, wo man was am sinnvollsten hinlegt. Eine Karte mit niedrigem Wert scheint im ersten Moment meist nicht wirklich attraktiv, aber wenn man dann plötzlich zwei mit gleichem Wert und gleicher Farbe auf der Hand hat, kann deren kombinierter Wert den einer hohen Karte mit Multiplikatorkarte schnell überschreiten. Hier ist also manchmal einfach pokern angesagt. Von uns bekommt Schatz des Phönix auf jeden Fall zwei Daumen nach oben.

Titel: Schatz des Phönix
Autor: Reiner Knizia
Hersteller: Amigo