2024 erstmals beim spanischen Verlag Devir erschienen, hat Kosmos zur Spielwarenmesse 2025 nun die deutsche Version von Cities vorgestellt. Da uns dieser Titel, der von den beiden Autoren Phil Walker-Harding und Steve Flinn entwickelt wurde, mehr als interessiert hat, haben wir uns natürlich sofort nach Erscheinen ein Exemplar besorgt, um dieses einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Als Verpackung dient Cities eine kompakte, quadratische Standardbox mit sehr ansprechender Covergestaltung von Jorge Tabanera. Im Innern hat man dann auf einen Einleger verzichtet, der aber auch nicht nötig ist, denn die Box ist wirklich pickepackevoll. Das Spielmaterial besteht dabei im Einzelnen aus dem Spielbrett, vier doppelseitigen Plänen, 36 Feldern, 48 Plättchen, 36 Karten, 100 Gebäudeteilen, einem Stoffbeutel, 32 Figuren, 12 Ringen, fünf Markern und dem Regelheft.
Der Stadtrat hat Dich beauftragt, ein neues Stadtviertel zu planen. Dabei gilt es, Wohn- und Geschäftsgebäude klug zu platzieren und auch Park- und Wasserflächen vorzusehen. Wird Dein Entwurf den Stadtrat am Ende überzeugen?
Zur Spielvorbereitung kommt der Spielplan in die Tischmitte und wird mit einem der Stadtentwicklungspläne versehen. Dann werden die Auftragskarten, die Plättchen und die 32 Stadtfelder jeweils verdeckt gemischt und auf die jeweiligen Felder des Spielplanes gelegt. Die Gebäudeteile wiederum kommen in den Stoffbeutel und werden ebenfalls gut durchgemischt. Jeder Spieler erhält einen Satz Figuren, Markierungsringe und den Marker der Farbe seiner Wahl, wobei letzterer auf das Startfeld der Punkteleiste auf dem Spielplan kommt. Anschließend wird noch ein Startspieler bestimmt, welcher den Startmarker erhält. Beginnend mit der Person rechts von ihm wählen die Spieler dann noch eines der offen ausliegenden Startstadtfelder und legen dieses vor sich ab. Nun kann die Partie beginnen. Vor dem Start jeder der acht Runden wird der Spielplan zunächst mit Auftragskarten, Plättchen, Stadtfeldern und Gebäudeteilen von den Nachziehstapeln, bzw. aus dem Beutel bestückt. Beginnend mit dem Startspieler setzen die Spieler dann reihum eine ihrer Figuren in eine der Reihen und nehmen sich von dort die entsprechende Karte, Plättchen, Felder oder Teile. Die Auftragskarten legen sie vor sich ab, Stadtfelder legen sie an vorhandene in ihrer eigenen Auslage an, so dass am Ende ein 3×3-Raster entsteht. Plättchen legen sie auf passende Felder ihrer Auslage oder werfen sie ab. Gebäudeteile stellen sie ebenfalls auf passende Felder des Rasters in ihrer Auslage oder werfen sie ab. Erfüllt ein Spieler am Ende seines Zuges die Bedingungen einer der Anforderungen auf dem Stadtentwicklungsplan, legt er seinen Ring auf das am weitesten linke, noch freie Feld des Auftrages. Dies erfolgt reihum so lange, bis jeder Spieler eine seiner Figuren in jede der vier Reihen gesetzt hat. Der, dessen Figur in der untersten Reihe am weitesten rechts steht, erhält dann den Startspielermarker. Noch vorhandene Karten, Plättchen, Felder oder Teile werden nun vom Spielplan entfernt und aus dem Spiel genommen und die nächste Runde vorbereitet. Nach Ende der 8. Runde erfolgt dann eine Wertung. Wer hier am meisten Punkte erzielt hat, gewinnt.
Um es vorwegzunehmen, es hat sich gelohnt auf diese deutsche Version von Cities zu warten. Wir haben hier ein wirklich sehr gut gemachtes und sehr taktisches Spiel mit Worker-Placement-Mechanismus vor uns, das einen zu fesseln vermag. Die Grundregeln sind dabei einfach und schnell erlernt, doch man stellt ebenso schnell fest, dass dieser Titel alles andere als trivial ist. Denn hier muss man schon sehr genau überlegen, wann man wo seine Figur setzt, denn bevor man sich umschaut, sind dann die Sachen weg, die man eigentlich sehr gut selbst hätte brauchen können. Trotz allem spielt sich Cities dabei erfreulich flüssig, so dass die Wartezeit für inaktive Spieler recht gering ausfällt. Von daher wird dieser Titel Teil unserer kleinen Spielesammlung werden.
Titel: Cities
Autoren: Phil Walker-Harding, Steve Flinn
Hersteller: Devir / Kosmos